Neue Veröffentlichungen über die Medizin der Maya und die cosmovision Maya

Im November 2014 und Januar 2019 reiste ich (Doris Braune) mit anderen Frauen aus Europa nach San Cristobal um gemeinsam mit den indigenen Heilern Heilerinnen und Hebammen und ihrer Organisation OMIECH in San Cristobal de las casas / Mexiko ein auf Deutsch übersetztes Buch/ Broschüre zu der von ihnen praktizierten Medizin der Maya herauszubringen. Dabei geht es nur in zweiter Linie um die Medizin sondern vielmehr darum, welche Weltsicht sich hinter dieser Medizin der Maya verbirgt und was wir mit unserer oft seelenlosen Medizin daraus lernen können.
Ein weiterer Grund, die Veröffentlichungen von OMIECH hier zu publizieren besteht darin, das alte Heilwissen der „curanderas und curaderos“, der Heilerinnen und Heiler aus dem Hochland von Chiapas zu schützen. Parallel mit der Vernichtung der Regenwälder und der Biosphäre unseres Planeten, der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen, wird das alte Heilwissen indigener Völker unter die Lupe genommen und auf seine Verwertbarkeit und Patentierbarkeit hin untersucht. Veröffentlichungen unter dem Namen der rechtmäßigen Inhaber*innen dieses Wissens tragen zu ihrem Schutz bei und verhindern die permanent praktizierte Biopiraterie.
Und leider ist es so, dass diese alte weise Kultur verschwindet – tagtäglich mehr. Neben dem Raubbau und der Zerstörung der der Natur, sind die Menschen im Hochland einem ununterbrochenen Strom an Informationen aus der modernen Welt ausgesetzt, die subtil oder offen die Botschaft in die Gemeinden tragen, dass das alte Heilwissen und ihre traditionelle Lebensweise, die sich auf die cosmovision der Maya gründet, zu überwinden sei. In der Geburtshilfe ist das sehr deutlich…wenn irgend möglich, möchte auch eine indigene junge Frau ihr Kind im Krankenhaus zur Welt bringen, weil das dort mehr Sicherheit verspricht. Wie die Menschen aus dem Projekt OMIECH immer wieder betont haben, werden diese Praktiken der „modernen Medizin“ jedoch nur unzureichend umgesetzt, was in der Konsequenz dazu führt, dass die schulmedizinische Geburtshilfe den Frauen und Kindern nicht mehr Sicherheit bietet und sie gleichzeitig eine für sie und ihre Kinder traumatisierende Geburt erleben müssen.
Unser Verlag möchte mit seinen bescheidenen Möglichkeiten den Stimmen der Heiler*innen von OMIECH mehr Gehör verschaffen. Wir laden deshalb Interessenten und Interessentinnen ein, sich in dieses Projekt einzubringen und uns zu kontaktieren. Es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit. Wir suchen noch Menschen, die von Spanisch auf Deutsch übersetzen können und einen Teil der Übersetzungsarbeit übernehmen.

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